Phyllotaxis

Botanik

Ein schönes Beispiel für die Realisierung des Goldene Schnitts in der Natur findet sich bei der Anordnung von Blättern (Phyllotaxis) und in Blütenständen mancher Pflanzen. Bei diesen Pflanzen teilt der Winkel zwischen zwei aufeinanderfolgenden Blättern den Vollkreis von 360° im Verhältnis des Goldenen Schnittes. Es handelt sich um den Goldenen Winkel von etwa 137,5° (siehe Abb.). Der so genannte Goldene Winkel teilt den Winkel von 360° im Verhältnis des Goldenen Schnittes.

Beispiele sind die Sonnenblume, Kohlarten, Kiefernnadel an jungen Ästen, Zapfen, Agaven, viele Palmen- und Yuccaarten und die Blütenblätter der Rose, um nur einige zu nennen.

Ursache ist das Bestreben dieser Pflanzen, ihre Blätter auf ausreichenden Abstand zu halten. Es wird vermutet, dass sie dazu an jeder Blattansatz einen speziellen Wachstumshemmer produzieren, der im Planzenstamm vor allem nach oben, in geringerem Umfang aber auch in seitlicher Richtung diffundiert. Dabei bilden sich in verschiedene Richtungen bestimmte Konzentrationsgefälle aus. Das nächste Blatt entwickelt sich an einer Stelle des Umfangs, wo die Konzentration minimal ist. Dabei stellt sich ein bestimmter Winkel zum Vorgänger ein.

Der Nutzen für die Pflanze könnte darin bestehen, dass auf diese Weise von oben einfallendes Sonnenlicht optimal genutzt wird, eine Vermutung, die bereits Leonardo da Vinci äusserte. Man vermutet aber auch, dass dadurch ein effizienter Transport der durch Photosynthese entstandenen Zuckerlösung in den Leitbündeln gewährleistet wird.

Auftrag:

Suche im Internet nach Pflanzenbildern, auf welchen ersichtlich ist, dass deren Blätter sich im Abstand des goldenen Winkels um den Stängel anordnen.

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